Carlos Aguilera studierte romanistische Philologie mit Schwerpunkt Spanien. Im Jahr 1995 wurde er mit dem David de Poesia, dem Preis der Vereinigung der Schriftsteller und Künstler Kubas (UNEAC), ausgezeichnet. Ein Jahr später erhält der den Calendario de Poesia. 1997 gründet Aguilera mit vier Freunden die Untergrund-Zeitschrift Diaspora(s), in der Literaten und Intellektuelle, die sich nicht in den Dienst der staatlichen Schriftsteller- und Künstler-Vereinigung UNEAC stellen wollen, publizieren können. Aufgrund seiner regimekritischen Texte bekommt Carlos Aguilera auf Kuba zunehmend Schwierigkeiten. Im Frühjahr 2002 erscheint die letzte Ausgabe der Zeitschrift Diaspora(s). Danach kann Aguilera gemeinsam mit seiner Frau, einer Kunsthistorikerin, und seinem kleinen Sohn Milos mit einem einjährigen Schriftstellerstipendium des deutschen P.E.N. nach Bonn reisen. Ab März 2003 lebt und arbeitet Aguilera im steierischen Graz, später lebt und arbeitet er in Dresden, zur Zeit in Frankfurt am Main. Eine Rückkehr nach Kuba wird dem Schriftsteller Carlos Aguilera derzeit verweigert.

Werkauswahl: “Tipoligias” (Gedichte, Kuba, 1995), “Retrato de A. Hooper y su esposa” (Gedichte, Kuba, 1996), “Das Kapital” (Gedichte, Kuba, 1997), “Memorias de la clase muerta. Poesia cubana 1988-2001″ (Editorial Aldus, Mexiko), “Die Chinamaschine” (deutsch, 2004), “Theorie der chinesischen Seele” (deutsch, 2007).

Carlos Aguilera ist bei der Veranstaltung “Hin & Weg” (29.11., Hygiene-Museum) zu Gast.